Lernen macht glücklich



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Genervte Schüler oder Studenten werden jetzt vielleicht die Stirn runzeln und sich fragen …“Lernen soll glücklich machen?“.

 

Tatsächlich werden sich die Wenigsten daran erinnern können, dass Sie früher HURRA-schreiend in die Schule gerannt sind oder das Ende der Sommerferien herbeigesehnt haben. Und dennoch, wissenschaftliche Studien belegen es: Lernen macht glücklich.

 

Als Zweifler bist Du an dieser Stelle herzlich dazu eingeladen, Dich einmal zurückzuerinnern an Momente, die Dich zum Staunen brachten, an Eindrücke und Begegnungen, die neugierig machten und an Menschen, die es schafften, Inhalte interessant zu vermitteln, so dass Spannung und Lernen Eins waren. Und, warst Du glücklich?

 

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Nun sind Begriffe wie „Staunen“, „Neugier“ und „Spannung“ alles samt Attribute, die man eher mit einem Ü-Ei in Verbindung bringt, als mit Schulunterricht. Doch es sind die Zutaten für unser persönliches Lernglück. Sie motivieren uns dazu, unseren Horizont zu erweitern und zu wachsen.

 

Schließlich ist mit Lernen nicht nur schnödes Auswendig-Pauken gemeint. Es geht auch um Erlebnisse, um neue Eindrücke und Menschen.

 

„Soll das heißen, ich werde glücklich sein, wenn ich Neues lerne?“

Ja genau so ist es! Denn lernen stimuliert das Glückszentrum in unserem Gehirn. Ständig prasselt eine Vielzahl von Informationen auf uns ein, die wir unmöglich komplett verarbeiten können. Also braucht es eine Stelle, die bewertet und vergleicht, welche Informationshäppchen verarbeitet werden sollen.

 

Diese Schaltzentrale mit dem schlau klingenden Namen Nucleus accumbens wird dann aktiv, wenn wir neue, noch unbekannte Informationen aufnehmen. In der Folge wird eine große Menge Dopamin susgeschüttet, ein Glückshormon, dass alle frisch Verliebten von den Schmetterlingne im Bauch kennen. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass wir uns dem Erlebnis aufmerksam zuwenden und es besser verarbeiten können. Wir lernen und sind glücklich!

 

lernen macht glücklich

 

Wie wäre es also mit einer Portion Glück für Dich?

Umgib Dich mit Neuem! Geh raus und sammle frische Eindrücke! Verreise! Wie wäre es mit einem Besuch im Museum? Probier doch mal ein neues Rezept aus! Oder hast du Lust eine neue Sportart oder ein Instrument zu lernen? Worauf hast Du Lust?

 

Anderen entwas beizubringen macht glücklich!

Wir alle kennen die typischen Kalendersprüche wie: „Glück verdoppelt sich wenn man es teilt!“ oder „Glücklich ist, wer andere glücklich macht!“. So platt und ungefragt diese Sprüche auch manchmal daher kommen. Es ist doch etwas Wahres dran.

 

Hast Du Dich zum Beispiel an Weihnachten schonmal mehr darauf gefreut, jemanden etwas zu schenken. Konntest du die strahlenden Augen beim Auspacken kaum erwarten, weil Du genau ins Schwarze getroffen hast? Dann weißt Du ja was ich meine.

 

Verantwortlich für dieses gemeinsame Glücklichsein sind unsere Spiegelneuronen. Sie sind die Basis unserer intuitiven Empathie und der Grund dafür, warum Lachen nicht nur gesund, sondern auch ansteckend ist.

 

Wenn es uns also 1.) glücklich macht zu lernen und 2.) andere glücklich zu machen, dann sollte es logischerweise auch glücklich machen, wenn wir anderen etwas beibringen.

 

Bevor wir gedanklich wieder in der Schule und bei so manchen depressiven und unglücklichen Lehrer landen, sei nochmals nach oben verwiesen und daran erinnert, dass es hier nicht um´s Pauken geht, sondern um lustvolles und motiviertes Lernen.

 

Tatsächlich glaube ich, dass an meiner Küchentisch-Logik etwas dran ist und dass es wirklich glücklich macht, anderen etwas beizubringen. Ich denke zurück an meinen Neffen Flo, dem ich das Fahrradfahren beigebracht habe. Von ein paar Stürzen und Wutanfällen des Schülers abgesehen 😉 kann ich sagen, „Ja wir hatten beide großen Spaß“.

 

Ich erinnere mich auch damals, als ich meinem Hund mit Hilfe von Würstchen das Kommando „Peng“ beigebracht habe. Ich kann nur sagen, dieser „tote“ Hund war ein sehr glücklicher Hund und mir ging es gleich.

 

Wie ist es denn bei Dir?

Kannst du meine Erfahrung bestätigen? Macht es Dich glücklich, anderen etwas beizubringen? Vielleicht bist du ja Sporttrainer oder Musiklehrer, der sich geduldig jeden noch so krummen Ton anhört? Was am Unterrichten macht Dir Spaß?

 

Ich bin gespannt auf Deine Kommentare zum Thema Lernen und Glück!

Bild:  John Earl Quelle: www.flickr.com
Janine

Janine

arbeitet bei enkigo.de
enkigo-Gründerin und Lernjunky. Mag besonders Kunst, Musik, Kommunikation und Psycho-Kram. Im ständigen Kampf zwischen Chaos und Perfektionismus.
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