Am Bodensee ist´s „Zum Kotzen schön!“ – Typgerechte Kreativ-Tipps gegen die Übelkeit



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(Collage: Roxanne King_Patrick Nouhailler flickr)

 

„Zum Kotzen schön“

Sommer, Sonne, See und Berge…wenn Du das Glück hast am schönen Bodensee zu leben, ist das Deine übliche Aussicht. Du lebst dort, wo andere aus gutem Grund Urlaub machen. Für den Maler Otto Dix (1891 bis 1961) der viele Jahre lang am Bodensee lebte, war das wohl zu viel des Guten, denn von ihm stammt das „Zum Kotzen schön“-Zitat.

 

Achtung Überdosis

Ich weiß ja nicht, wie Du dieses Zitat findest, aber gerade jetzt im Sommer, kann ich es ein klein wenig nachvollziehen. Bekommst Du nicht auch ab und zu ne Überdosis „Happy Place“? Wünschst Du Dich manchmal in die wuselige Großstadt, um als Kontrastprogramm mal ne Runde mit einer vollen und miefigen U-Bahn zu fahren?

 

Vielleicht ist Dein Problem aber auch nicht die gefährliche Überdosis, sondern die Gewöhnung. Siehst Du noch, wie genial schön es hier am See ist? Hast Du noch das breite Grinsen im Gesicht, wenn Du z.B. über die alte Rheinbrücke in Konstanz radelst….ganz so wie damals, als es Dich das erste Mal in diese beschauliche Ecke verschlagen hat? Oder ist für Dich schon vieles 0815 geworden?… „Pfff n See halt!“

 

Was Du tun kannst!

Es wäre doch echt sträflich, wenn Du weiter in einer der schönsten Ecken wohnst und dabei ganz aus den Augen verlierst, was Du für ein saumäßiges Glück hast. Aber keine Angst…Hilfe naht, denn jetzt ist Schluss mit Sightseeing und Beauty-Konsum! Ich finde es ist Zeit für kreativen Output.

 

Ich will, dass Du Deiner Kreativität mal freien Lauf lässt und Dich künstlerisch betätigst. Also schnapp Dir doch Farbe und Pinsel und leg los, die Motivauswahl am Bodensee ist schließlich riesig…und wie Du weißt, kommt bald wieder die neblige Jahreszeit. Während andere dann rumjammern, weil´s so trist ist, zehrst Du dann von Deinen Werken.

 

Jetzt wirst Du vielleicht einwenden, dass Du gar nicht schön Malen kannst und auch sonst künstlerisch eher unbegabt bist. Ich wette, dass Du als Kind noch super viel Spaß dabei hattest mit Farben zu experimentieren oder mal so richtig bunt rumzusauen…auch wenn das Ergebnis am Ende kein fotorealistisches Meisterwerk war.

 

Ich glaube ja, dass in jedem eine gehörige Portion Kreativität steckt, die manchmal nur darauf wartet, geweckt zu werden. Außerdem gibt es viele Künstler in der Region, die ihr Können teilen und Interessierten zeigen wie´s geht. Vielleicht ist es auch nur an der Zeit für Dich herauszufinden, was für ein Kreativ-Typ Du bist…. und dann geht´s los.

 

 

Die 7 Kreativ-Typen

Es gibt unzählige Arten sich künstlerisch auszutoben. Wenn Du jetzt bereits ein kleines kreatives Zucken in den Fingerspitzen verspürst aber noch nicht genau weißt, was das Richtige für Dich ist, hilft Dir vielleicht die folgende Kreativ-Typen-Bestimmung. Auch Mischformen dieser Typen sind keine Seltenheit. Wo würdest Du Dich selbst einordnen?

 

1. Der Schmutzfink

Schon als Kind wurde der Schmutzfink aus dem Wohnzimmer verbannt, wenn er kreativ sein wollte. Denn eines war schon damals ganz klar. Da wo der Schmutzfink aktiv ist, wird im Anschluss aufwendig renoviert werden müssen.

 

Eine einfache Zeitungsunterlage würde diesen Kreativ-Typen nicht davon abhalten können, eine wüste Spur aus Klebstoff und Farbe zu hinterlassen oder Knetmasse in Polstermöbel und Teppiche einzuarbeiten. Der Schmutzfink liebt es, die Materialien zu spüren. Filigranes Arbeiten oder fotorealistische Malereien sind nicht sein Ding. Ihm genügt kein kleiner Pinsel, er legt die Leinwand auf den Boden und schüttet Farbe darauf.

 

Da der Schmutzfink sich nicht davor scheut, sich die Finger schmutzig zu machen, ist beispielsweise die Arbeit mit Ton für diesen Typen ideal. 

 

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(Martin cathrae flickr.de)

 

Und hast Du Dich wieder erkannt? Prima, dann bist Du vielleicht beim nächsten Töpferkurs in Radolfzell dabei. Bei Familie Melchinger lernst Du neben den verschiedenen Aufbautechniken, wie Du richtig mit der Fuß-oder Elektroscheibe umgehst. Außerdem wird Dir beigebracht wie Du Henkel ziehst, dekorierst und Deine Werke anschließend glasierst.

 

2. Der Spontane

Für den spontanen Typen ist der Weg das Ziel. Er liebt es, wenn die Dinge fließen und lässt sich gern überraschen, was die heutige Kreativ-Session so bringt. Besonders Farben haben es dem Spontanen angetan. Nicht nur die verschiedenen Farbtöne faszinieren ihn, sondern auch die unterschiedlichen Materialien.

 

Mixen und Mischen ist voll sein Ding. Er liebt es die Farben mit großen Pinseln oder Spachteln aufzutragen. „Schön“ und „hässlich“ sind nicht die Kategorien in denen er denkt. Für ihn zählt die Freude am Kreativ-Prozess.

Unser Tipp für den Spontan-Typen: Die Malkurse der Kunstwerkstatt Überlingen und die Malschule am Bodensee e.V. in Frickingen

 

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(Steve Snodgrass flickr.de)

 

 

3. Der Zünftige

Was für andere ein Haufen Schrott, ein Holzklotz oder bloß ein Stein ist, verwandelt der Zünftige mit Hilfe von Kettensäge, Schweißgerät, Hammer und Meißel in eine eindrucksvolle Skulptur. Kreativ sein ist für den zünftigen Typen mehr als nur ein Hobby.

 

Es ist pure Leidenschaft und Erotik, denn wo der Zünftige am Werk ist, wird voller Körpereinsatz gezeigt und mit allen Sinnen gewerkelt.  Was eben noch mit fast roher Gewalt bearbeitet wurde, wird im nächsten Moment zärtlich befühlt und fein geschliffen.

 

Wie auch der Schmutzfink braucht der Zünftige einen geeigneten Platz, um ungestört Rasen und Toben zu können, denn hier fließt nicht nur Schweiß, es fliegen auch die Fetzen und Rücksicht auf etwaige Nachbarn ist wahrlich nicht die Baustelle des Zünftigen.

 

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(Andrew Magill flickr.com)

Tipp für alle Zünftigen vom Bodensee:

Am idyllischen Bodenseeufer in Allensbach bringen Dir die erfahrenen Künstler Dolores Augustin und Karsten Kost in ihren Bildhauerkursen bei, Marmor, Sandstein und Holz zu bearbeiten.

Du erstellst Deine eigene Skulptur und erfährst dabei mehr als nur den Umgang mit den Werkzeugen. Du lernst den Stein aufmerksam zu lesen und aus ihm neue Formen entstehen zu lassen. Gearbeitet wird mit Marmor, Sandstein oder Holz.

 

4. Der Techniker

Fotografie und Film sind die Domänen des Technikers. Er ist der Experte, der weiß was zu tun ist und er wird nicht eher ruhen, bis er ein optimales Ergebnis erzielt hat. Bloßes Abbilden ist diesem Typen nicht genug.

 

Er liebt es, die Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten oder in ein ganz anderes Licht zu rücken. Perfekt ist sein Werk erst dann, wenn es toller aussieht, als es die Realität jemals hinbekommen hätte. Der Techniker ist außerdem ein sehr offener und kommunikativer Typ. Er liebt den Austausch über das richtige Equipment und technische Kniffe und gibt sein Wissen gern weiter.

 

Fotokurs_Workshop_Bodensee_Konstanz

 

Kannst Du Dich mit diesem Kreativ-Typen identifizieren?

Dann kann ich Dir die Fotokurse von Rainer Rössler empfehlen. Na wär das was für Dich?

 

5. Der Forscher

Ganz genau hinsehen und dann möglichst detailgetreu wiedergeben, …das ist der Anspruch des Forschers. Er liebt es, seine Motive zu studieren und durch seinen künstlerischen Prozess ganz neue Einblicke und Erkenntnisse über die Dinge zu gewinnen. Erst wenn er alles genau erkundet hat, zerbricht der Meister das sprichwörtliche Gefäß und nimmt sich den Raum für freie Interpretationen.

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(Thierry Ehrmann flickr.com)

Wenn Du Lust hast, zeichnen zu lernen, dann schau doch mal im Atelier von Heidi Reubelt in Horn vorbei.

 

6. Der Pragmatiker

Bloß irgendwie kreativ zu sein, das genügt dem Pragmatiker nicht. Für ihn müssen seine Werke eine Aufgabe erfüllen und einen Sinn haben. Mit viel Liebe zum Detail stellt dieser Kreativ-Typ nützliche Dinge her oder verleiht gewöhnlichen Alltagsgegenständen mit einigen Kniffen einen individuellen Look.

 

Pragmatiker sind darum auch die Könige der „Do it yourself“- und „Upcycling“-Bewegung.

Ein toller Kurstipp für Pragmatiker sind die Nähkurse von Nähmaschinen Höss in Konstanz und Wahlwies.

 

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(chris flickr.de)

 

 

7. Der Repräsentative

Kunst zum Herzeigen, dass ist was für den Repräsentativen. Wenn sich dieser Kreativ-Typ künstlerisch betätigt, geht es um viel mehr als nur die Freude am Schaffensprozess.

 

Das Ergebnis fest vor Augen, gestaltet er Kunstwerke die schmücken und verschönern,….am besten natürlich den Künstler selbst. Aber der Repräsentative denkt keineswegs nur an sich selbst. Wer mit diesem Typen befreundet ist, ist ein Glückspilz, denn er wird ganz sicher das ein oder andere Schmuckstückchen geschenkt bekommen.

 

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(silvia Raimondi flickr.de)

 

Wenn Du am Bodensee lebst und Du zu dieser Kreativ-Gattung gehörst, dann dürften die Goldschmiedekurse von Anja Burkhardt-Häusler aus Überlingen oder die Glasperlen-Workshops von Victor und Petra Maurer auf der Reichenau sehr gefallen.

 

Und welcher Kreativ-Typ bist Du? Ich hoffe ich, konnte Dich ein klein wenig motivieren, Dich künstlerisch auszuleben und ich würd mich riesig freuen, wenn Du mir ein paar Deiner Werke made am Bodensee zeigst!

 

Schöne Grüße Janine

 

 

 

Janine

Janine

arbeitet bei enkigo.de
enkigo-Gründerin und Lernjunky. Mag besonders Kunst, Musik, Kommunikation und Psycho-Kram. Im ständigen Kampf zwischen Chaos und Perfektionismus.
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